Viele Autoren und Wissenschaftler versuchen, Singles auf Grund verschiedener Variablen wie Zeit (wie lange ist die letzte Beziehung her?) oder „Freiwilligkeit“ (bin ich gerne Single?) in bestimmte Kategorien zu unterteilen. Wir stellen hier vier verschiedene Single-Typen vor – zu welchem gehörst Du?

Ambivalente Single

Der ambivalente Single ist ein freiwilliger Kurzzeit-Single, der durchaus offen für eine feste Beziehung ist. In den meisten Fällen hat er seinen vorherigen Partner verlassen. Womöglich war es die Sehnsucht danach, einmal wieder Single zu sein, die ihn dazu bewogen hat, Schluss zu machen.

In anderen Fällen war der Trennungswunsch gegenseitig oder er, als verlassener Partner, hat sich schnell mit der Trennung abgefunden.

Der freiwillige Kurzzeit-Single lehnt Beziehungen keineswegs kategorisch ab, will aber erst einmal die Vorzüge des Singledaseins auskosten, bevor er sich ernsthaft auf eine neue Partnerschaft einlässt.

Mit anderen Worten: Der ambivalente Single organisiert sein Leben mit Arbeit, Freunden und Hobbys ganz so wie er es mag und nicht, wie er es unter der Prämisse einer Partnerschaft hätte tun müssen. Sollte dieser Single-Typ irgendwann doch jemanden kennen lernen, der zu seinem Leben passt, nimmt er diese Gelegenheit gerne wahr.

Überzeugte Single

Der überzeugte Single ist ein freiwilliger Langzeit-Single, der es bevorzugt, Single zu sein und nicht vorhat, etwas an diesem Status zu ändern.

Solche Menschen haben im Laufe ihres Lebens in einigen Beziehungen gelebt, ausprobiert, ob das Leben in einer Partnerschaft ihren individuellen Bedürfnissen entspricht und letztlich festgestellt, dass sie ohne Partner glücklicher sind.

Der überzeugte Single ist Single aus Leidenschaft. Er lehnt eine Beziehung und die damit verbundenen Einschränkungen ab. Unabhängigkeit ist ihm sehr wichtig. Diese nutzt er oftmals dazu, eine Vielzahl an Leuten kennen zu lernen und sich ein stabiles soziales Netz aufzubauen, welches ihn vor Vereinsamung schützt.

Ein überzeugter Single hat ein starkes Selbstbewusstsein und bringt sich in vielen Bereichen des Lebens mit ein. So ist dieser Typ Mensch z.B. oft in Vereinen oder anderen gemeinnützigen Einrichtungen zu finden. Er kann sehr glücklich sein, weil er sich tagtäglich das Gefühl gibt, ein selbst bestimmtes Leben zu führen!

Hoffende Single

Der hoffende Single ist ein unfreiwilliger Kurzzeit-Single, der aktiv, aber erfolglos nach einer Partnerschaft sucht.
Er ist noch nicht lange, aber ungern Single. In den meisten Fällen wurde er verlassen und wünscht sich seinen alten Partner zurück. Teilweise hat sich der Single selbst getrennt, bereut diese Entscheidung aber und sehnt sich nach der alten Liebe zurück.

Hoffende Singles sind zumeist eher unsicher und haben häufig ein geringes Selbstwertgefühl. Sie definieren ihre Persönlichkeit und den Sinn ihres Lebens hauptsächlich durch das Bestehen einer Partnerschaft und brauchen die Bestätigung durch einen Partner. Fehlt diese, fühlt es sich an, als würde ein Teil von ihnen selbst fehlen!

Andere hoffende Singles sind damit zufrieden, ihren alten Partner nicht mehr zu haben. Was sie dagegen stört ist die Partnerlosigkeit an sich. Diese Menschen können nicht oder nur sehr schlecht alleine sein und wünschen sich so schnell wie möglich einen neuen Lebensgefährten. Sie sind ungeduldig und erwecken bei potentiellen Partnern schnell den Eindruck eines verzweifelten klammernden Äffchens, was ihnen die Partnersuche nicht unbedingt erleichtert. Für diese Menschen ist es wichtig, das eigene Selbstwertgefühl zu stärken und mit sich selbst ins Reine zu kommen. Auf diese Weise können sie der Partnersuche entspannter entgegen sehen.

Resignierte Single

Der resignierte Single ist ein unfreiwilliger Langzeit-Single, der es einfach nicht geschafft hat, (wieder) eine feste Partnerschaft einzugehen.

Solche Menschen stellen an ihren potentiellen Partner oft zu hohe Erwartungen oder begehen bei der Partnersuche immer wieder dieselben Fehler und schrecken ihre Flirt- bzw. Datingpartner so ab.

Resignierte sind auf Dauer uneinsichtig. Sie lassen weder Kritik an ihrem Verhalten zu, noch wollen sie etwas dazu lernen. So gelangen sie in eine Lebenssackgasse.

Wärme und Zuneigung sind dem resignierten Single (fast) fremd geworden. Der Wunsch nach einer Beziehung wird jeden Tag stärker, aber es scheint einfach nicht zu klappen. Er hat die Partnersuche de facto aufgegeben und das Single-Dasein als „Schicksal“ akzeptiert.

Je länger die letzte Liebschaft her ist, desto schwieriger gestaltet sich der entspannte Umgang mit dem anderen Geschlecht. Hinzu kommt das immer weiter steigende Selbstmitleid des resignierten Singles. Potentielle Partner nehmen ihn deshalb als einen in Selbstmitleid zerfließenden Pessimisten wahr und lehnen eine Partnerschaft mit ihm ab.

Da die Partnersuche unter Umständen Jahre gedauert und daher einen Großteil seines Lebens in Anspruch genommen hat, sieht er nun, da er ja aufgegeben hat, sein Leben als gescheitert an und ist zu keinen weiteren Schritten mehr bereit.