Das Profil ist die Visitenkarte eines Online-Daters. Mit diesem präsentiert er sich den anderen Nutzern einer Singlebörse und versucht, ihr Interesse zu wecken. Das ist bei der Riesenauswahl an Mitgliedern auf manchen Plattformen meistens gar nicht so leicht. Wie Du es schaffst, ein attraktives, aussagekräftiges Profil zu gestalten, mit dem Du nicht in der Masse untergehst, erfährst Du hier. Bei neu.de kannst Du z.B. recht viele Informationen in Dein Profil eingeben.

Deine Nutzerdaten

Um den Datenschutz zu gewährleisten, unterscheiden Provider zwischen privaten und öffentlichen Nutzerdaten. Private Daten (= Basisdaten) sind z.B.

  • vollständiger Name
  • Geburtsdatum
  • Anschrift
  • E-Mail-Adresse

Diese sind i.d.R. nur von dem Provider und dem Nutzer selbst einsehbar.

Bei den öffentlichen Angaben (Profildaten) unterscheidet der Anbieter zwischen Pflicht- und Wahlangaben, wobei diese von Singlebörse zu Singlebörse variieren. Erstere müssen angegeben werden, letztere vervollständigen das Profil, sind aber kein Muss!

Pflichtangaben sind u.a.: Nickname (Spitzname), Alter, Wohnregion und eventuell das Lebensmotto.

Wahlangaben umfassen z.B. Hobbys, Vorlieben, sportliche Aktivitäten, Portraitfotos oder Galeriebilder.

Dein Nickname

Der Nickname (Nick) ist der fiktive Name, den sich jeder Nutzer bei seiner Anmeldung gibt. In manchen Fällen besteht er aus einer Chiffre-Nummer, die dem neuen Mitglied zugeteilt wird.

Der Nick bietet dem User Schutz und Anonymität, benutze also auf keinen Fall Deinen richtigen Namen. Falls Du zu den Leuten zählst, die sich ein einziges Pseudonym für sämtliche Internetaktivitäten zugelegt haben: Eine Google-Suche nach Deinem Nick könnte so viele Informationen über Dich preisgeben, dass man Deine wahre Identität spielend erraten könnte.

Dein Nickname sollte persönliche Eigenschaften oder Interessen widerspiegeln. Er sollte viel Aussagekraft besitzen und bei anderen Nutzern positive Assoziationen und Neugier wecken.

Je nachdem, auf welcher Singlebörse Du surfst, kannst Du Deinen Nick dementsprechend gestalten. Bei Sex Portalen darf´s ruhig ein bisschen provokanter sein, bei normalen Kontaktbörsen sollte man sich, wenn man kein falsches Bild von sich erwecken will, lieber einen gesitteteren Namen einfallen lassen.

Wichtig ist auch, dass Dein Pseudonym aussprechbar ist und leicht geschrieben werden kann. Wirre Zeichenkombinationen sind fehl am Platz, da sie nichtssagend sind und keiner die Geduld hat, jedes Mal nachzuschauen, wie Dein Name jetzt genau nochmal war!

Deine Selbstdarstellung

Während der Anmeldung bekommt der Nutzer i.d.R. vorgefertigte (Multiple-choice-)Fragen zur eigenen Person, Hobbys, Vorlieben etc., die er beantworten soll. Diese können meistens im Nachhinein beliebig oft überarbeitet werden. Hinzu kommt eine je nach Singlebörse kleinere oder größere Menge an Freitexten, in denen man beispielsweise sich selbst, seine Ideale oder seine Vorstellungen von einer perfekten Beziehung beschreiben soll.

Die Selbstdarstellung ist wie eine Bewerbermappe, die darüber Auskunft gibt, welche Einstellungen der Nutzer zu bestimmten Themen hat. Sie geht über die Angabe trockener Fakten hinaus, denn sie verrät in Grundzügen, wie der Mensch denkt und handelt.

Um Erfolg zu haben, muss sich Dein Profil von der Masse abheben. Denn zehn Minuten reichen schon, um sich in einer Singlebörse dutzende Profile anzusehen – und auszusortieren! Die Auswahl erscheint schier unendlich. Also: Sei anders als die anderen!

Versuche bei Deinen Profilbesuchern zunächst einen positiven Eindruck zu hinterlassen, indem Du Dich in Deiner Selbstdarstellung durch eine entsprechende Wort- und Themenwahl positionierst und authentisch wirkst. Wenn Du Erfolg haben willst, musst Du die Aufmerksamkeit Deines potentiellen Dates gewinnen. Deine Person sollte sich in seinem/ihrem Gedächtnis verankern.

Beantworte die Fragen sorgfältig, sei kreativ aber bleib immer bei der Wahrheit.

Vermeide es, in Deiner Selbstdarstellung als frustrierter oder resignierter Single rüber zu kommen. Profile à la „Ich suche einen Mann, der ausnahmsweise kein Schwein ist“ haben kaum eine Chance.

Dein Motto

Mit einem Profilmotto beschreibt ein Nutzer seine Lebensphilosophie. Es beinhaltet einen bis maximal zwei kurze Sätze, die es anderen Usern ermöglichen, sich einen schnellen Eindruck von einer Person und ihrer Lebensauffassung zu machen.

Der erste Eindruck für das menschliche Unterbewusstsein sehr wichtig ist. Deshalb solltest Du Dir bei der Wahl Deines Mottos größte Mühe geben. Versuche Dir z.B. etwas Witziges auszudenken. Wenn Du nichts findest, wähle ein gutes Zitat, das am besten Deine Lebensauffassung widerspiegelt oder einen besonderen Aspekt Deiner Persönlichkeit zum Ausdruck bringt!

Die meisten Online-Dater wählen hier den erstbesten Spruch, der ihnen im Moment der Profilerstellung einfällt: „Leben und leben lassen“, „Carpe Diem“, „No Risk – No Fun“ – alles bekannte Sprüche, die keinen mehr vom Hocker hauen. Falls Dir momentan nichts Kreativeres einfällt, dann ergänze das Motto, wenn möglich, später.

Das Profilfoto

Ein Profilfoto ist absolute Pflicht, will man nicht im Mitglieder-Pool einer Singlebörse versinken. Gefällt das Bild, schaut sich ein Nutzer in der Regel auch das gesamte Profil näher an. Die berühmten inneren Werte sind erst später von Bedeutung, denn Fakt ist: Wer ein ansprechendes Profilfoto hat, wird häufiger angeklickt! Manche Anbieter verfremden aus diesem Grund und zur Wahrung der Anonymität die Fotos ihrer Mitglieder, so dass sich andere Nutzer an den übrigen Daten orientieren müssen.

Um an ein sehr gutes Profilbild zu kommen, empfiehlt sich ein Besuch beim Profi. Hier sind die Lichtverhältnisse optimal. Ansonsten solltest Du Deinen PC nach einem geeigneten Foto durchforsten und folgende Regeln beachten:

  • Nimm eine Nahaufnahme, auf der Dein Gesicht gut zu erkennen ist. Immer freundlich lächeln ist natürlich Pflicht, ebenso wie ein gepflegtes Äußeres!
  • Wähle keine alten Fotos, die Dich in einem „besseren körperlichen Zustand“ zeigen. Solche Flunkereien fliegen spätestens beim ersten Date auf.
  • Bei Ganzkörperfotos für die Bildergalerie gilt: Angemessene Kleidung, in der Du Dich wohl fühlst.
  • Bediene  mit Deinen Bildern keine abgedroschenen Geschlechterklischees! Du solltest keine Fotos hochladen, auf denen Du mit Deinen Kumpels um die Wette säufst oder Deine gigantische Schuh- und Handtaschensammlung vorführst.

Generell hat jeder Anbieter bestimmte Regeln, was auf einem Foto zu sehen sein darf. Diese, sowie genau Größenvorgaben, sollten beachtet werden.

Noch einmal zur Erinnerung: Kein Foto ist ein absolutes No-Go. Ohne Foto hast Du keine Chance beim Online-Dating.