Der Liebesbrief kommt zwar langsam aus der Mode, doch kann eine Liebes-SMS noch lange nicht mit ihm mithalten. Liebesbriefe sind nicht nur etwas für Paare, die eine Fernbeziehung führen oder oder für heimlich verliebte, sondern auch „normale“ Paare und Verliebte können mit einem Liebesbrief noch besser ihre Gefühle ausdrücken.

Einen Liebesbrief zu schreiben fällt den meisten nicht gerade leicht. Schließlich wird dem geschriebenen Wort viel Bedeutung beigemessen. Ein Liebesbrief wird verwahrt und auch später immer wieder gerne herausgeholt und gelesen. Er sollte genau das ausdrücken, was wir fühlen, ohne Raum für Zweifel, Zweideutigkeiten oder Interpretationen zu lassen.  Die Gefühle, die Liebe und ihre Ehrlichkeit sollten dem Leser sichtbar werden.

Es ist nicht nötig, einen seitenlangen Brief zu schreiben, den der Postbote kaum tragen kann. Manchmal reichen auch nur ein paar nette Zeilen, um den anderen wissen zu lassen, dass man ihn liebt, dass man ihn vermisst und gerade an ihn denkt oder was einem sonst so auf der Seele brennt. Es ist immer besser, nur ein paar Zeilen zu schreiben, als gar nichts zu schreiben. Oder noch schlimmer: so viel zu schwafeln, dass der Partner die Lust am Lesen verliert.

Die Anrede in einem Liebesbrief sagt schon sehr viel aus. Wir können schon unsere Vorstellung und Meinung über den anderen zu Beginn des Briefes durchscheinen lassen. Ob wir mit „Liebster…“ oder „Hallo Schatz,“ beginnen oder doch mit „Meine Schöne“ oder mit „Mein geliebter Schatz“, die Anrede kann schon einen Teil der Gefühle überbringen und eine Einstimmung darauf sein, ob danach ein Loblied auf die gemeinsame Liebe und das Glück kommt, oder nur ein „ich bin heute pünktlich zum Essen daheim“.

Danach sollte man schreiben, warum man schreibt. Aus Sehnsucht, weil man an den anderen denkt, weil es ein bestimmter Anlass ist, um dem anderen schriftlich zu geben, wie sehr man ihn liebt, Wünsche für eine gemeinsame Zukunft, die erste Begegnung … Gründe gibt es haufenweise. Jedem fällt sicherlich etwas ein. Wenn man einfach damit beginnt, was man an dem anderen mag und warum man ihn so liebt, dann wird der Rest einfach so aus einem herausfließen.

Zum Schluss sollte man noch einen persönlichen Abschiedsgruß schreiben und, falls vorhanden, mit dem Kosenamen unterschreiben.

Nach Möglichkeit sollte ein solcher Brief nicht ausgedruckt und verschickt oder nur als E-Mail versendet werden. Ein Liebesbrief sollte auf schönem Papier geschrieben werden, mit einem ordentlichen Stift, der nicht kleckst und schmiert. Wenn der Brief nicht persönlich übergeben oder für den Liebsten liegengelassen wird, dann sollte man noch eine hübsche Briefmarke auswählen und den Brief mit der Post abschicken. In der heutigen Zeit kommen fast nur noch Rechnungen mit der Post, da wird sich der oder die Liebste sicher über einen echten Liebesbrief noch einmal mehr freuen.