Private Gruppierung sammelt Stimmen gegen die Einführung des Partnerschaftsgesetzes für Homosexuelle in Liechtenstein.
Wie bereits auf koydo berichtet wurde, ist vom Landtag in Vaduz mehrheitlich beschlossen worden, das Partnerschaftsgesetz, welches homosexuelle Paare den heterosexuellen Ehepaaren rechtlich gleichstellt, im September 2011 zu verabschieden. Nun melden sich jedoch erste Gegenstimmen aus dem konservativ-katholischen Lager zu Wort und versuchen, ein Referendum durchzubekommen.
Gegner hatte es bereits vor dem Entscheid gegeben. So hatte der Generalvikar Markus Walser die Homosexualität kürzlich als „schwere Abirrung“ bezeichnet und auch der Erzbischof Wolfgang Haas betitelte die Anerkennung einer solchen „schweren Sünde“ als „Skandal“. Ein Referendum von Seiten der Kirche solle es zwar nicht geben, hieß es noch Mitte März, da sich aber nun eine private Gruppierung um ein solches bemüht, ist dieser die Unterstützung der Kirche gewiss.
Laut des Initiators der Gruppe richte sich das Referendum nicht gegen einzelne Personen oder Personengruppen, sondern lediglich gegen die Entscheidung des Landtages, welcher kritische Gegenstimmen schlichtweg übergangen habe und somit bei diesem Entschluss nicht von Volksvertretung gesprochen werden könne. Außerdem merke, wer den Puls des Volkes fühle, dass es zu dieser Gesetzesvorlage viele kritische Stimmen und ablehnende Kräfte gebe, so Schraner.
Bekommt die private Gruppierung „Vox Populi“ unter der Führung von Johannes Schraner 1000 Stimmen gegen die Einführung des Partnerschaftsgesetzes zusammen, so wird dieses nicht, wie geplant, im September 2011 in Kraft treten. Sollte dieser Fall eintreten, muss per Volksabstimmung entschieden werden, ob homosexuelle Paare den heterosexuellen Ehepaaren gleichgestellt werden.