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Lügen tut gut

Lügen haben einen schlechten Ruf. Lieber soll man ehrlich zueinander sein. Immer die Wahrheit sagen. Schließlich wächst sonst irgendwann die Nase ins Unermessliche. Doch wie sinnvoll ist es wirklich, einem Menschen immer die Wahrheit zu sagen. Insbesondere in Beziehungen kann man vielleicht auch mal ein bisschen flunkern, um die Gefühle des anderen zu schonen.

Lügen als Schmiermittel unserer Gesellschaft. Meist ist es nicht nur einfacher und angenehmer für einen selbst eine Lüge zu verwenden, nein es hilft auch anderen in gewissen Situationen. Wer will schon wissen, dass er heute richtig müde und krank aussieht? Ein morgendlicher Blick in den Spiegel hat dies vielleicht schon längst verraten, doch es auch noch von der Kollegin vorgehalten zu bekommen muss wirklich nicht sein. Oder einer eventuell sehr langwierigen Diskussion aus dem Weg zu gehen, wenn man einfach mal zustimmt, anstatt ständig zu konfrontieren.

Auch in Beziehungen können sogenannte „White Lies“ manchmal helfen. Auch wenn es ohnehin schon unheimlich provokativ ist zu fragen, welche der guten Freundinnen der eigene Mann denn nun am attraktivsten findet, sollte besagter Mann nicht auch noch auf eine solche Provokation eingehen. Viel besser: lügen und so tun, als wäre keine der Damen auch nur annähernd ins Blickfeld geraten. Schließlich hat man die schönste von allen Frauen ja schon neben sich.

Gestandene Paartherapeuten gehen gar ein paar Schritte weiter. Menschen sind nicht für ewig auf absolute Monogamie ausgelegt. So kann es dazu kommen, dass Partner fremdgehen. Eine Affäre haben. Auch dies gehört manchmal zu (Liebes)Leben. Doch auch hier muss man dem Partner nicht zwangsläufig davon erzählen, insbesondere dann nicht, wenn die Affäre keine Auswirkung auf den Fortbestand der Partnerschaft hat. Eine gute Lüge schützt die Gefühle des anderen.

http://www.welt.de/icon/article145612833/Luegen-und-Betruegen-kann-der-Beziehung-guttun.html

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