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Ein Einhorn

Ein Einhorn

das Einhorn

© kaboompics, pixabay

Es saß einfach so vor meiner Tür. Weiß mit Horn und voller Helium. Das wusste ich zu Anfang gar nicht, da es nicht fliegen konnte, was vermutlich daran lag, dass seine Grundsubstanz nicht für Helium geeignet war und es daher schlicht und einfach zu schwer zum Fliegen war. Ich konnte mit diesem kleinen Einhorn fühlen. Schließlich hatte ich nicht weit vorher mit meiner Mutter telefoniert, die ja bekanntlich nie zu verlegen ist mir nahezulegen, dass dünne Frauen immer Männer haben. Na klar, schließlich sind nur dünne Frauen attraktiv für Männer.

Zurück zu meinem Einhorn. Ich nahm es also mit rein und setzte auf die Couch neben mich. Als es ein paar Tage später langsam an Luft verlor, wollte ich es wieder aufpusten, wobei ich erst merkte, dass dieses kleine Tier voller Helium war. Also habe ich es erst leergeatmet um es dann wieder aufzupusten. Mühselig, aber lustig.

Erst später fiel mir auf, dass dem Tier die Marke eines Getränkeherstellers aufs Horn gepinselt war. Eine kleine Googlesuche konnte mir weiterhelfen und ich fand heraus, dass es unter anderem als kleines Goodie zum Kauf mehrere Softdrinks auf Festivals herausgegeben wurde. Mir fiel nur ein einziger Mensch ein, der sich in den letzten Monaten auf ein paar Festivals herumgetrieben hatte. Clemens.

Also schickte ich ihm ein Foto des Einhorns, wie es so auf meiner Couch lümmelte. Anstatt einer Antwort kam jedoch nur ein Foto von exakt dem gleichen Einhorn in seinem Wohnzimmer zurück. Scheinbar schien er es witzig zu finden, dass ich nicht mit Sicherheit sagen konnte, dass das Einhorn von ihm kam und was es zu bedeuten hatte. Wir schickten uns also lustige Einhornbilder hin und her (mit Hut, mit Brille, gezäumt, mit Sattel etc.) bis es an meiner Tür klingelte und Benny davor stand. Er sah das Einhorn auf der Couch sitzen und freute sich riesig, wie lustig ich wohl sein Geschenk finden müsse, wenn ich ihm schon Zaumzeug aus Schnur basteln würde. Autsch.

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