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Gibt man in einer festen Partnerschaft seine Freiheit ganz auf?

Menschen, die Angst davor haben, sich zu binden, haben häufig die Vorstellung, ihre Freiheit in einer Beziehung gänzlich aufgeben zu müssen und schrecken aus diesem Grund vor einer solchen Verantwortung zurück. Aber ist es tatsächlich so, dass man seine eigene Individualität und Freiheit in Gänze aufgeben muss und sich nur noch dem Partner widmen darf, wenn man sich für eine feste Beziehung entschieden hat? Darf man jetzt nur noch zu zweit auftreten und gibt es anstatt zweier „Ichs“ nur noch ein „Uns“?

neue Partnerschaft

Nein, natürlich nicht. Wer sich für eine Partnerschaft entschieden hat, der liebt in der Regel seinen Partner und möchte vor allem zu Beginn der Beziehung möglichst jede freie Minute mit diesem verbringen. Aber hier ist Vorsicht geboten. Es ist zwar wunderschön, sich seinen Gefühlen hinzugeben und alles um sich herum zu vergessen, denn das macht schließlich das Verliebt-Sein aus. Aber wer seinen Freundeskreis hinten anstellt und nur noch Zeit mit dem Partner verbringt, der läuft Gefahr zu vereinsamen, sobald der erste Liebeszauber vorbei ist und der andere Part sich mit Kumpels oder Freundinnen trifft, während man selbst alleine zu Hause sitzen bleibt.

Kompromissbereitschaft

In einer Beziehung ist Kompromissbereitschaft besonders wichtig. Da in einer Partnerschaft beide Beteiligten glücklich sein wollen, ist es notwendig, auf den anderen einzugehen und auch mal dem Partner zuliebe zurück zu stecken. Grundlage ist die richtige Balance zwischen Geben und Nehmen. Das Vertrauen und die Rücksichtnahme auf den geliebten Menschen in Verbindung mit der äußerung der eigenen Wünsche und Beziehungsvorstellungen müssen ausgeglichen sein.

Eifersucht

Eifersucht ist der schlimmste Beziehungskiller. Eifersüchtige Menschen, die ihren Partner am liebsten 24 Stunden lang um sich haben würden, um diesen kontrollieren zu können, haben meist Minderwertigkeitskomplexe und leben ständig mit der Angst, verlassen zu werden. Sie beschneiden die Freiheit des Anderen und versuchen diesen somit emotional von sich abhängig zu machen. Leider merken diese Menschen oftmals erst viel zu spät, dass sie ihren Partner durch ein solches Verhalten nur noch weiter von sich entfernen und die Beziehung auf Dauer damit ruinieren.

individuelle Freitheit = beziehungsunfähig ???

Andere Menschen wiederum sind so versessen auf ihre individuelle Freiheit, dass sie dadurch beziehungsunfähig werden. Sie sind nicht bereit, auf den Partner einzugehen und müssen sich fortdauernd ihrer Freiheit versichern. Sie haben Angst vor zu viel Nähe und Zweisamkeit, da dies für sie bedeutet, ihr selbstbestimmtes Leben aufgeben zu müssen.

Ein gesundes Maß von Behalten und Aufgeben der Freiheit ist für eine funktionierende Partnerschaft wichtig.

in einer Beziehung vom Partner lernen

In einer Beziehung lernen die Partner beide voneinander und entwickeln sich gemeinsam weiter. Die Partnerschaft übersteht Höhen und Tiefen und wächst enger zusammen. Das bedeutet allerdings auch, dass jeder der Beiden ein Stück seiner individuellen Freiheit aufgibt, um eine gemeinsame Grundlage zu schaffen. Eine Beziehung bedeutet immer auch verantwortungsbewusst im Sinne seines Partners zu handeln, ohne sich dabei allerdings dem Anderen unterzuordnen. Gleichberechtigung und gleiches Stimmrecht sind wichtig, damit jeder der Partner die Beziehung mitgestalten kann. Gemeinsam neue Wege zu gehen, die Zukunft zusammen planen und nicht nur Liebende, sondern auch Freunde zu sein, das ist die Herausforderung einer solchen zwischenmenschlichen Bindung.

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